Rücklick – Sonderausstellungen

Ausstellungen zum 200-Jahr-Jubiläum 2018 von „Stille Nacht! Heilige Nacht!“

Rückblick – Länderübergreifende Landesausstellung

Gleich neun Museen und Orte hatten sich zur Landesausstellung “200 Jahre Stille Nacht! Heilige Nacht! – Österreichs Friedensbotschaft an die Welt” von Michaeli am 29. September 2018 bis zum 03. Februar 2019 zusammengeschlossen. Die Museen in Arnsdorf und Oberndorf, das Salzburg Museum in der Landeshauptstadt, das Stille-Nacht-Museum in Hallein, das neue Museum im Pflegerschlössl in Wagrain sowie das Museum Mariapfarr im Lungau zeigten unterschiedlichste Facetten rund um das Lied und dessen Schöpfer. Hintersee, wo Joseph Mohr ein Jahrzehnt lang als Pfarrvikar gewirkt hat, lud ein, den neuen Themenweg rund um die Geschichte des Ortes, die Bewahrung der Schöpfung und den Klang in der Natur zu erleben. Über die Salzburger Landesgrenzen hinweg waren auch Hochburg-Ach in Oberösterreich, der Geburtsort von Franz Xaver Gruber, sowie Fügen mit dabei, denn vom Zillertal nahm die internationale Verbreitung des Liedes seinen Ausgang.

Durch den bundesländerübergreifenden Zusammenschluss der neun Stille-Nacht-Orte in Salzburg, Oberösterreich und in Tirol wurde die mediale Wahrnehmung der Standorte weit über die Landesgrenzen hinaus gesteigert. Die Bewusstseinsschaffung und Identifikation der Entstehungsgeschichte von „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ mit den drei Bundesländern vom „Innviertel über Salzburg bis ins Zillertal“, sowie die Zuordnung der Lebensstationen der beiden Protagonisten Franz Xaver Gruber und Joseph Mohr, standen dabei im Fokus. Um die Landesausstellung auch zeitgemäß digital zu nutzen, wurde mittels der Museums-App „Stille Nacht“ das Thema auf spielerische Weise an die User transportiert. International setzte die Landesausstellung einen wesentlichen touristischen Impuls, um das Thema in den drei Bundesländern langfristig positionieren zu können.

Das Besucherziel von 50.000 Gästen wurde weit überschritten: mit Ende der Landesausstellung am 04. Februar 2019 freute man sich über insgesamt 71.818 Besucher in den neun teilnehmenden Museen in Salzburg, Oberösterreich und Tirol.

Im Hinblick auf das große Jubiläum wurden zahlreiche Museen mit tatkräftiger Unterstützung des Landes Salzburg komplett neu gestaltet: Das Stille-Nacht-Museum in Oberndorf wurde bereits im Dezember 2016 neu eröffnet, das Stille-Nacht-Museum im Pflegerschlössl in Wagrain ist seit Dezember 2017 dem Publikum zugänglich. Beide Häuser, Vorzeigebeispiele für eine neue Ära in der Gestaltung von Regionalmuseen, zeigten in Ergänzung zur bestehenden Dauerausstellung jeweils eine Sonderschau. Oberndorf setzte sich mit Text und Melodie im Kontext der Jahre 1818, 1918, 1968 und 2018 auseinander. Wagrain wiederum gab Einblick in die kulinarischen Traditionen verschiedener Länder rund um Weihnachten.

Eine Runderneuerung hatte das Stille-Nacht-Museum Hallein erhalten: Hier ging es um Leben und Wirken von Franz Xaver Gruber in der Salinenstadt und seinem kulturellen Erbe. Hallein ist in der glücklichen Lage, über drei Autographen, die Authentische Veranlassung, Grubers Tagebuch, Briefe und Porträts sowie Joseph Mohrs Gitarre zu verfügen.

Das Regionalmuseum in Mariapfarr wurde komplett neu gestaltet und räumlich erweitert. Es setzte seinen Schwerpunkt auf die Tradition der Wallfahrt in Mariapfarr, warf aber gleichzeitig einen Blick auf die Kultur des Pilgerns in anderen Religionen und Kulturkreisen und das Thema Frieden. Darin eingebettet ist der Lebensweg von Joseph Mohr, der im Pfarrhof von Mariapfarr 1816 das Gedicht zu „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ geschrieben hat. Das Salzburg Museum wiederum hatte eine Sonderschau erarbeitet, die sich mit der Geschichte, Botschaft und Gegenwart des Liedes in sechs Teilen, analog zu den sechs Strophen des Liedes, auseinandersetzte.

Auch Fügen im Tiroler Zillertal, von wo aus die internationale Verbreitung des Liedes seinen Anfang nahm, wurde eine große Sonderschau im Schloss Fügen und im Heimatmuseum Fügen umgesetzt. Unter dem Titel „Klang der Alpen“ warfen die beiden Häuser einen Blick auf die Tiroler Nationalsänger und der Entwicklung des „Tales der Musik“ – vom 18. Jahrhundert bis heute.

In Hintersee, wo Joseph Mohr von 1827 bis 1837 lebte, ist der Joseph-Mohr-Gedenkweg entstanden. Ausgehend von der 2016 errichteten Joseph-Mohr-Gedächtniskapelle erinnern Gedenktafeln an die Zeit Mohrs in Hintersee. Kunst- und Klanginstallationen inmitten der Natur laden auch nach dem Jubiläumsjahr zum Verweilen ein.

Arnsdorf wiederum setzte stark auf attraktive Vermittlungsprogramme rund um den Schulalltag im 19. Jahrhundert und hatte mit dem Theater Holzhausen ein schauspielerisches Vermittlungsprojekt für die Jugend erarbeitet.

Hochburg-Ach, der Geburtsort von Franz Xaver Gruber, erinnert an die Jugendjahres des Webersohnes und dessen musikalische Ausbildung und hat sich mit Veranstaltungsprogrammen des Franz-Xaver-Gruber-Gedächtnishauses der Landesausstellung angeschlossen. Das Museum ist auch nach dem Jubiläumsjahr geöffnet.

Begleitend zu den Ausstellungen hatten alle Museen Vermittlungsprogramme für Schulen und Erwachsene erarbeitet.

Das Plakatsujet für die Landesausstellung war ein neunzackiger Stern auf magentafarbenen Grund, der aus den Notenblättern des Liedes gefaltet ist. Der Stern bildete die zentrale Ikone der Werbekampagne und die neun Zacken des Sterns repräsentierten die neun beteiligten Orte. Mit diesem Sujet wurde die Landesausstellung seit Spätsommer 2018 auf Plakaten und Transparenten, in Printprodukten und Medienkooperationen im Bundesland Salzburg und in den angrenzenden Regionen beworben.

Plakat – Stille Nacht Landesausstellung

Mit der App „Wege zur Stillen Nacht“ hatte die AG Stille Nacht in Zusammenarbeit mit der Stille Nacht GmbH und der ARGE Stille Nacht eine umfassende Sammlung an Geschichten rund um das Lied, seine Entstehung, Verbreitung und Bedeutung angeboten.

Die App hat sich an Einheimische und Gäste gerichtet, um die 13 Stille-Nacht-Orte und die Museen der Landesausstellung mit ihren Exponaten zu entdecken. Mit ihr konnten Sie sich auf die verschlungenen Pfade und Geschichten rund um das meistverbreitete Weihnachtslied der Welt in Oberösterreich, dem SalzburgerLand und in Tirol begeben. Die einfühlsam verfassten Geschichten eigneten sich sowohl für Erwachsene, konnten aber auch Kindern vorgelesen werden. Man entdeckte die Schicksale der Schöpfer des Liedes – Joseph Mohr und Franz Xaver Gruber – und sammelte dabei alle sechs Strophen der Urfassung des Liedes. Durch die innovative location-based-Technologie bekamen die Gäste per Push-Nachricht einen Hinweis auf die App. Wenn ein/e NutzerIn die App bereits geladen hatte, wurde er/sie automatisch per Bluetooth mit den speziellen Informationen zu den Orten versorgt, wo er/sie sich gerade aufhielt.

 

Wege zur Stillen Nacht App

Rückblick – 200 Jahre Stille Nacht – Der Klang der Alpen

Sonderausstellung im Schloss Fügen, Tirol

Die dezentrale Landesausstellung im Barockschloss Fügen in Fügen/Zillertal zeigte in über 30 Räumen und auf 1.500 Quadratmetern vorwiegend die weltweite Verbreitung der Airs Tiroliens und des heutigen Weltfriedensliedes „Stille Nacht! Heilige Nacht!“, des Nationalsängertums und somit die Geburt und Entwicklung des „Tales der Musik“ – im Tiroler und internationalen Kontext – vom 18. Jahrhundert bis heute.

Die Kuratoren der Ausstellung waren Dr. Sandra Hupfauf und Martin Reiter, von dem auch der Großteil der Exponate stammte. Die Gesamtabwicklung lag in den Händen von Hannes Pramstraller, Ausstellungsdesign und -bau hatten Stefan Lechner und Tobias Reitmeir von der Werbe- und Designagentur Rosa und Leni OG in Mayrhofen übernommen. Es waren Tiroler Wanderhändler, Spaßmacher und Sängerfamilien vornehmlich aus dem Zillertal – die das einfache Volkslied „Stille Nacht! Heilige Nacht!” und zahlreiche weitere Volkslieder und alpine Kultur rund um den Globus getragen haben und damit die Alpen – bis heute – zum Sehnsuchtsort für Gäste aus der ganzen Welt machten. So konnte man den roten faden der Ausstellung kurz zusammenfassen. Das Ziel und Motto der Ausstellungsmacher lautete: „Mittendrin statt nur davor!“ Die BesucherInnen sollten mitmachen können und sich selbst einbringen. Die Fragen lauteten: Warum sind die Tiroler lustig? Und seit wann kommt ein Vogerl geflogen? Was sind Tiroler Nationalsänger und was haben sie mit dem berühmten Weihnachtslied „Stille Nacht“ zu tun? Wie war das mit den Skandalen der Rainer Sänger in England und Amerika? Diese und viele andere Fragen beantwortete die Sonderausstellung „200 Jahre Stille Nacht – Der Klang der Alpen“ (30. Juni 2018 bis 03. Februar 2019) im Schloss Fügen. Ganz nebenbei konnte man sich im „Tramplan“-Tanzen und Jodeln üben, über Gstanzln schmunzeln, mit Tiroler Hut durch Heimatfilme spazieren und die „Hall of Fame“ der Volks- und Volkstümlichen Musikstars durchschreiten.

Schloss und Heimatmuseum Fügen

Rückblick – Weihnachtliches Singen

200 Jahre „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ | 135 Jahre „Es wird scho glei dumper“ – Zur Geschichte der weihnachtlichen Liedkultur in Oberösterreich

Sonderausstellung im Schlossmuseum Linz, Oberösterreich von 02. Dezember 2018 bis 02. Februar 2019

Anlässlich des 200-Jahr-Jubiläums des beliebten Weihnachtsliedes „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ und des 135-jährigen Jubiläums von „Es wird scho glei dumper“ wurden in der Sonderausstellung die Oberösterreich-Bezüge dieser beiden international beliebten Lieder aufgezeigt. Daneben wurde auf bekannte und weniger bekannte Hirten- und Krippenlieder Oberösterreichs hingewiesen. Neu eingespielte Musikbeispiele ergänzten die vorwiegend archivalischen Objekte und brachten die oberösterreichische Liedkultur zum Klingen. In Kooperation mit dem OÖ. Volksliedwerk, kuratiert von Dr. Klaus Petermayr.

www.landesmuseum.at

Rückblick – Stille Nacht! Heilige Nacht!

Weihnachtsausstellung im Museum Innviertler Volkskundehaus in Ried, Oberösterreich

Die Weihnachtsausstellung im Museum Innviertler Volkskundehaus in Ried im Innkreis widmete sich der Entstehungsgeschichte des wohl berühmtesten Weihnachtsliedes der Welt, „Stille Nacht! Heilige Nacht!“. Im Mittelpunkt stand dabei jene Krippe, vor der das Lied im Jahre 1818 das erste Mal gesungen wurde. Anlässlich des Jubiläums im Jahr 2018 wurde die Krippe – eines der wichtigsten Exponate des Museums in Ried – umfassend restauriert und neu aufgestellt.

Museum Innviertler Volkskundehaus 

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