Bühnenstück „Meine Stille Nacht“

Ein Bühnenstück mit Hollywood-Glanz

„Meine Stille Nacht“ in der Salzburger Felsenreitschule

Am 24. November 2018 wird das neue Musical Play mit dem Titel „Meine Stille Nacht“ in der Felsenreitschule in Salzburg Weltpremiere feiern. Schon jetzt sind Aufregung und Vorfreude in Salzburg groß: Das neue Bühnenstück wird ein klein wenig „Broadway“-Atmosphäre nach Österreich bringen. Nach den umjubelten Erfolgen des Musicals „The Sound of Music“, welches im Jahr 2011 zum ersten Mal in Salzburg zu sehen gewesen ist, könnte „Meine Stille Nacht“ ein neuer Welterfolg werden.

Für das Stück konnte ein hochkarätiges Team aus den USA gewonnen werden: Die Musik schreibt der Filmkomponist John Debney, der viele große Hollywood-Produktionen von „Ice Age“ über „Sin City“ bis jüngst „The Jungle Book“ komponiert hat. Debney erhielt in seiner Karriere bereits drei Emmy Awards und war im Jahr 2005 für die Musik von „Die Passion Christi“ sogar für einen Oscar nominiert. Das Drehbuch verfasst die Autorin, Regisseurin und Musikerin Hannah Friedman. Die Liedtexte stammen von Michael Weiner, Alan Zachary und Siedah Garrett, die eine enge Zusammenarbeit mit Michael Jackson verband und die die Lyrics zu einem seiner größten Hits „Man in the Mirror“ schrieb. Andreas Gergen, der für Erfolgsproduktionen wie „The Sound of Music“ oder „Monty Pyton’s Spamalot“ verantwortlich zeichnet, wird das Stück auf die Bühne der Felsenreitschule bringen.

In der Tradition von „The Sound of Music“

Das neue Stück kann dem Genre des „musical play“ zugeordnet werden: Diese Gattung des US-amerikanischen Musical Theatres stammt aus den 1920er Jahren und zeichnet sich durch eine ernste Handlung vor historischem Hintergrund und mit lokalen Bezügen aus. Handlung, Gesang, Tanz und Musik werden miteinander verwoben: Absoluter „Broadway-Klassiker“ dieses Genres ist „The Sound of Music“, das auf die wahre Geschichte der Familie von Trapp aus Salzburg zurückgeht. An der Produktion „Meine Stille Nacht“ sind unter anderem das Mozarteumorchester Salzburg, ein großes Solistenensemble mit Musicalstar Milica Jovanovic von „The Sound of Music“, sowie Chor und Ballett des Salzburger Landestheaters beteiligt. Für die männliche Hauptrolle konnte Dominik Hees gewonnen werden. In weiteren Rollen werden u. a. Bettina Mönch, Pavel Fieber, Sascha Oskar Weis und Marco Dott zu erleben sein.

Das neue Musical Play „Meine Stille Nacht“ ist ein berührendes Stück und modernes Weihnachtsmärchen: Es erzählt die Geschichte von acht Menschen und ihrem ganz persönlichen Weihnachtsfest. Unter ihnen Justin, der auf seiner Suche nach dem Glück von Amerika nach Österreich reist, und Elisabeth, die in Salzburg lebt und arbeitet. Die beiden haben sich vor vielen Jahren als Austauschschüler kennengelernt und treffen sich nun wieder. Das Lied „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ und eine gemeinsame Vision spielen dabei eine überraschende und verbindende Rolle.

„Meine Stille Nacht“ heißt das Stück, das anlässlich des 200-Jahr-Jubiläums des Weihnachtsliedes „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ vom Intendanten des Salzburger Landestheaters, Carl Philip von Maldeghem, in Auftrag gegeben wurde. Der Anstoß dazu stammte von Leo Bauernberger, Geschäftsführer der SalzburgerLand Tourismus GmbH. Das Stück bringt ab November 2018 Hollywood-Glamour und internationales Broadway-Flair nach Salzburg: Für die Musik, das Drehbuch und die Liedtexte wurde ein hochkarätig besetztes Kreativteam aus den USA angeheuert. Darunter der oscarnominierte und mit einem Emmy ausgezeichnete Filmkomponist John Debney aus Los Angeles, die New Yorker Drehbuchautorin und Musikerin Hannah Friedman sowie Songwriterin Siedah Garret, die eng mit Michael Jackson zusammenarbeitete. Entwickelt wurde das Stück nach einer Idee von Richard Kraft.

Ein zeitgemäßes Stück mit allgemein gültigen Themen
„Meine Stille Nacht“ greift Themen auf, die eng mit dem berühmtesten Weihnachtslied der Welt „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ verknüpft sind. Doch es erzählt nicht dessen Entstehungsgeschichte. Das moderne Weihnachtsmärchen ist im 21. Jahrhundert verortet: mit aktuellen Krisen, Herausforderungen und Problemen.
Menschen auf der Flucht – es gibt sie heute ebenso wie zur Zeit der Napoleonischen Kriege. Die Sehnsucht nach Brüderlichkeit, Gemeinschaft und Verbundenheit hat die Jahrhunderte überdauert. Menschen am Rande der Gesellschaft – auch das ist ein Thema, das scheinbar nie seine Gültigkeit verliert. So wie etwa Joseph Mohr als lediges Kind am Rand der Gesellschaft stand, erleben heute viele Obdachlose, Transsexuelle oder Andersdenkende Diskriminierung. Visionäre, die Neues wagen – es braucht sie heute wie damals!

Auf der Suche nach dem Stern
Was ist Glück? Wie finden wir es? Lohnen sich Träume? Wie finde ich meinen Stern? Und darf man seine Talente vergeuden? Auch um diese ganz individuellen Fragen dreht sich das Musical Play „Meine Stille Nacht“. Es sind die Fragen, die sich der moderne Mensch im 21. Jahrhundert stellt. Während es nach wie vor Menschen gibt, die um ihre Existenz fürchten, beschäftigt andere wiederum die Frage nach dem Sinn des Lebens. Beides hat seine Berechtigung. Beides seine Dringlichkeit.

Musik als tragendes Element
In dem Stück „Meine Stille Nacht“ wird viel gesungen und getanzt: So wie sich das für ein echtes Musical Play à la „The Sound of Music“ gehört. So wie das Lied „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ 1839 seinen Weg über den Atlantik in die neue Welt gefunden hat, so findet der Hauptdarsteller Justin aus Amerika seinen Weg nach Salzburg: Es ist seine ganz persönliche Reise zurück in die Vergangenheit und an einen Ort, von dem er sich viel verspricht. Endlich will er zu sich finden. Seine Berufung finden. Und vielleicht auch die große Liebe.
Die Musik ist das tragende Element. So wie sie schon Joseph Mohrs und Franz Xavers Grubers wichtigste Konstante im Leben war, kommt auch Justin nach und nach seinen ureigenen Talenten auf die Spur.

Eine glamourös erzählte Geschichte
Das Stück ist aufwendig inszeniert, hoch emotional und glamourös: Rund 100 Mitwirkende umfasst das Ensemble des Salzburger Landestheaters für „Meine Stille Nacht“. Als Orchester konnte das renommierte Mozarteumorchester Salzburg gewonnen werden. Eine besondere Rolle nehmen die Kinder ein, die für das Stück gecastet wurden, wie das in Salzburg Tradition hat. Sie formieren sich zu einem kunterbunten Haufen und stellen eine Band dar, die in ihrer Vielfalt alle Facetten der Gesellschaft widerzuspiegeln scheinen. Liedtexterin Siedah Garret („I just can’t stop loving you“) hat für jeden einzelnen Part einen Rap geschrieben. Man darf gespannt sein!

Mitwirkende:

Richard Kraft (Idee)
Andreas Gergen (Regie/Inszenierung)
John Debney (Musik)
Hannah Friedman (Buch)
Siedah Garret, Michael Weiner, Alan Zachary (Songtexte)
Rutz und Johannes Deny (Übersetzung)
Robin Davis (musikalischer Leiter)
Regina Schill (Kostüme)
Kim Duddy (Choreographie)
fettFilm (Bühnen- und Videokunst)

Milica Jovanovic („Elisabeth“)
Dominik Hees („Justin“)
Bettina Mönch („Baronin“)
Pavel Fieber („Großvater Kurt“)
In weiteren Rollen: Sascha Oskar Weis, Marco Dott, und viele andere

(c) Salzburger Landestheater_Meine Stille Nacht

Musik als verbindendes Element
Im Gespräch mit Hannah Friedman, Drehbuchautorin des Stücks „Meine Stille Nacht“

Hannah, Sie kamen 2017 zum ersten Mal nach Salzburg, um sich hier auf die Spuren des Liedes „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ zu begeben. Was haben Sie vorgefunden?
Ich war zuvor noch nie in Salzburg und auch noch nie in Österreich, obwohl ich europäische Wurzeln habe. Meine Vorfahren stammen aus Ungarn, Rumänien, Deutschland und Russland. Es war eine sehr spannende Reise und ich liebe diese wunderbare Energie hier in Salzburg. Es herrscht eine kreative und internationale Stimmung – wunderschön!

Wussten Sie, dass das Lied aus Salzburg stammt?
Nein, das war mir völlig unbekannt. Ich muss zugeben, ich habe nie darüber nachgedacht, woher es kommt. Man singt es einfach in der Schule. Und obwohl ich Jüdin bin und wir in meiner Familie Weihnachten nicht feiern, habe ich das Lied auch schon in meiner Kindheit kennengelernt. Ich mochte es immer gerne, vor allem wenn es meine Großmutter gesungen hat. Es war für mich einfach ein sehr traditionelles Weihnachtslied.

Wie war es für Sie, sich eingehender mit der Entstehungsgeschichte des Liedes zu befassen?
Sehr spannend – vor allem die Geschichte von Joseph Mohr und Franz Xaver Gruber hat mich fasziniert. Joseph Mohr war als lediges Kind ein Außenseiter, aber auch einer, der sich nicht kleinkriegen hat lassen: Er hatte Visionen und war auf seine Art ein Revolutionär. Er nutzte die Musik, um seine Gefühle zum Ausdruck zu bringen, ebenso wie Franz Xaver Gruber. Das Lied hat für mich dadurch eine sehr breite Wirkung und funktioniert universal. Es trägt die Botschaft in sich, niemals die Hoffnung zu verlieren.

© SalzburgerLand Tourismus, (v.l.) John Debney (Komponist), Siedah Garrett (Songtexterin), Hannah Friedman (Drehbuchautorin), Carl Philip von Maldeghem (Intendant des Salzburger Landestheater)

 

Das Bühnenstück ist sehr modern, doch Sie haben Themen aufgegriffen, die schon vor 200 Jahren Gültigkeit hatten?
Ja, denn obwohl sich vieles ändert, bleibt auch vieles gleich. Ein Thema, das mich sehr bewegt hat, ist die Flüchtlingskrise in Europa. Das neue Bühnenstück ist ein Produkt seiner Zeit, doch das Thema Krieg und Flucht gab es vor 200 Jahren, es gibt es heute und es wird es leider auch in Zukunft geben. In unruhigen Zeiten sehnen wir uns umso mehr nach Brüderlichkeit. Es braucht Menschen mit Visionen und wir müssen darauf achten, offen für Neues zu bleiben, uns nicht zu verschließen.

Wie ist es, als Amerikanerin ein Stück über ein österreichisches Kulturgut zu schreiben?
Es ist in jedem Fall der Blick von außen auf ein Land voll faszinierender Geschichte und Schönheit. Ich möchte den Österreichern nichts über ihre Traditionen erzählen, das könnte ich auch nicht. Aber es gibt universelle Themen, die überall gültig sind. So etwa das Spannungsfeld zwischen Tradition und Innovation. Oder die Kraft von Visionen.

Wie entsteht ein Drehbuch dieser Art?
Wir waren im Frühling 2017 zur Recherche hier, im Oktober habe ich den ersten Teil fertig geschrieben. Anfang des Jahres gab es ein erstes Reading des Stücks in Hollywood, bei dem auch Andreas Gergen und Carl Philip von Maldeghem anwesend waren. Aktuell ist alles noch ein „work in progress“. Nachdem wir im Mai die Ergebnisse der ersten Probenphase gesehen haben, werde ich nun noch Adaptionen vornehmen und Korrekturwünsche umsetzen.

Im persönlichen Gespräch (v.l.) Hannah Friedman (Drehbuchautorin) und Franziska Lipp (Autorin und Journalistin)

Welche Wirkung hat das Stück „Meine Stille Nacht“ im besten Fall auf das Publikum?
Franz Xaver Gruber und Joseph Mohr kannten die verbindende Kraft der Musik. Mich persönlich würde es freuen, wenn die Menschen, nachdem sie das Stück gesehen haben, Freude verspüren würden. Freude darüber, dass sie Teil einer größeren Gemeinschaft sind – einer Familie oder einfach Teil des Publikums. Das Stück sollte ein wenig anmuten wie ein großes Familienessen, zu dem sich alle treffen. Man hat gemeinsam Zeit verbracht, hat gelacht und gemeinsam etwas erlebt, fühlt die emotionale Verbundenheit und danach geht jeder wieder in seine Welt.

Sie selbst sind Jüdin und feiern kein Weihnachten: Hat das Fest dennoch eine Bedeutung für Sie?
Ein Teil unserer Familie feiert Weihnachten und da feiern wir auch mit. Außerdem kommt man in New York um Weihnachten nicht herum: Ich mag diese Zeit sehr. Ich backe Kekse und an Weihnachten gibt es Eintopf und Lachs. Und wir singen Lieder, wobei ich gestehen muss, dass mein heimlicher Favorit ‚White Christmas‘ ist.

Die Weltpremiere wird am Samstag, den 24. November 2018 um 19.00 Uhr in der spektakulären Kulisse der Salzburger Felsenreitschule stattfinden – es spielt das Mozarteumorchester. Der offizielle Verkaufsstart hat bereits begonnen.

Sprachen: Aufführung in Deutsch mit englischen Übertiteln

WEITERE TERMINE:
Donnerstag, 29. November 2018, 20.00 Uhr
Samstag, 01. Dezember 2018, 19.00 Uhr
Dienstag, 04. Dezember 2018, 20.00 Uhr
Donnerstag, 06. Dezember 2018, 20.00 Uhr
Freitag, 07. Dezember 2018, 20.00 Uhr
Sonntag, 09. Dezember 2018, 15.00 Uhr
Mittwoch, 12. Dezember 2018, 20.00 Uhr
Donnerstag, 13. Dezember 2018, 20.00 Uhr
Samstag, 15. Dezember 2018, 19.00 Uhr
Sonntag, 16. Dezember 2018, 15.00 Uhr
Dienstag, 18. Dezember 2018, 20.00 Uhr

Tickets und weitere Informationen:
Salzburger Landestheater
T +43 662 87 15 12 222
service@salzburger-landestheater.at
www.meinestillenacht.at

Änderungen vorbehalten

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