Stille Nacht und Wallfahrtsmuseum Mariapfarr

Joseph Mohrs Wirken in Mariapfarr

Mit seiner ersten Anstellung als Hilfspriester kehrte der junge Joseph Mohr zu seinen familiären Wurzeln in den Lungau zurück. Hier entstand der Text zum unvergessenen Weihnachtslied.

Die Lungauer Gemeinde gilt als sonnenreichster Ort Österreichs. Die vielen Sonnenstunden und die gesunde Höhenlage sorgen dafür, dass sich die Menschen hier besonders wohlfühlen. Doch das war nicht immer so. Als der 23-jährige Joseph Mohr 1815 seinen ersten Dienst als Hilfspfarrer antrat, hatte der abgelegene Lungau harte Zeiten hinter sich, geprägt von Krieg, Hunger und Armut. Erst durch den Zuspruch Salzburgs an Österreich sollte sich die Lage langsam bessern. Auch der junge Hilfspfarrer machte sich so seine Gedanken und verarbeitete diese in einem wunderschönen Gedicht. „Stille Nacht! Heilige Nacht!“. Sechs Strophen, die Hoffnung schenken. Hoffnung auf die Rettung der Welt, sie sich im Wunder der Weihnacht offenbart.

Scharglerkeusche Stranach - Mariapfarr

© SalzburgerLand Tourismus, Scharglerkeusche Stranach – Mariapfarr

Im Pfarr-, Wallfahrts- und Stille Nacht Museum in Mariapfarr kann man sich im Detail mit der Geschichte Joseph Mohrs und seinem Text auseinandersetzen. Als im Jahre 1995 ein Autograph aus einem Nachlass gefunden wurde, das nach gründlichen wissenschaftlichen Untersuchungen einwandfrei nachweist, dass Joseph Mohr 1816 den Text zum weltbekannten Weihnachtslied „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ in Mariapfarr geschrieben hat, war es selbstverständlich, dem Pfarr- und Wallfahrtsmuseum in Mariapfarr eine Dokumentation zu Joseph Mohr und seinem Lied anzuschließen.

© SalzburgerLand Tourismus, Wallfahrts- und Stille Nacht Museum Wagrain

Das Museum umfasst eine Dokumentation über Joseph Mohr, beginnend mit dem Stammbaum seiner Familie, der bereits seit dem 17. Jhdt. im Lungau nachweisbar ist, bis zu seinem Tode im Jahre 1848 in Wagrain. Nicht nur seine Abstammung aus dem Lungau und sein Aufenthalt als Koadjutor (Hilfspriester) von 1815 bis 1817 in Mariapfarr bezeugen seinen Lungaubezug. Sein erster Musiklehrer, seine Vorgesetzten in Mariapfarr und Oberndorf waren ebenso Lungauer wie der Gestalter des Denkmales in Oberndorf, der bekannte Künstlerpfarrer Mühlbacher.

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