Entschleunigung

Zeit für sich

Eine Reise auf den Spuren des Liedes „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ lädt dazu ein, sich mit dem Leben und den eigenen Befindlichkeiten auseinanderzusetzen. Und endlich wieder tief durchzuatmen, die Akkus aufzuladen und neue Energie zu tanken.

Im Urlaub findet man die Muse zum Nachdenken und zur Reflexion: Und es ist die Zeit im Jahr, die man mit sich alleine oder den liebsten Menschen verbringt. Das tut man am besten ganz entspannt, im eigenen Rhythmus und völlig ohne Stress.

Längst wurde nachgewiesen, wie wohltuend der Aufenthalt in der Natur sich auf Körper und Psyche auswirkt. Frische Luft und der Duft von Moor und Wald umschmeicheln die Sinne. Die Bewegung im Grünen wirkt ganzheitlich entschleunigend. Die Stille-Nacht-Orte und ihre Regionen bieten die idealen Voraussetzungen für einen Urlaub, in dem man sich selbst ausschließlich Gutes tun kann.

„Stille Nacht! Heilige Nacht!“ wurde von zwei jungen Männern geschaffen, die mitten im Leben standen und aus ihrer eigenen Quelle Neues schufen: Sie waren Kinder ihrer Zeit und die gemeinsame Liebe zur Musik knüpfte das unauflösbare Band der Freundschaft zwischen ihnen. Ein beeindruckender Schöpfungsprozess voll Innigkeit, Selbstbewusstsein und Kreativität. Und eine wunderschönen Inspiration für das eigene Tun. Eintauchen, zur Ruhe finden und in Einklang kommen!

Tipp 1 „Wohlfühlregion Seelentium“ – das Land, das Franz Xaver Gruber prägte

Der Morgennebel liegt über dem Ibmer Moor, leise rauscht der Wind durch den mächtigen Weilhartsforst. Die ersten Sonnenstrahlen küssen den weithin sichtbaren Turm des „Innviertler Doms“ wach und tauchen die bronzenen Engelsflügel des Franz-Xaver-Gruber-Wegs in goldenes Licht. Langsam erwacht die Wohlfühlregion Seelentium. Hier, im westlichsten Teil von Oberösterreich, lebte einst die Familie Gruber. Diese Region hat den kleinen Franz Xaver geprägt, hier liegen die Wurzeln der Melodie von „Stille Nacht! Heilige Nacht!“.

Zeitlos ohne Uhr urlauben

Eine halbe Autostunde nördlich von Salzburg liegt ein kleines Paradies für jene Menschen, die sich den Luxus leisten, sich Zeit für sich selbst zu gönnen. Insgesamt 16 Gemeinden und Städte im Dreiländereck Salzburg-Oberösterreich-Bayern bilden gemeinsam die Wohlfühlregion Seelentium. An den naturbelassenen Ufern ihrer verträumten Seen, am Rande der hölzernen Moorwanderwege oder am Ufer der Salzach, die heute als silbernes Band Bayern und Österreich verbindet, gehen die Uhren anders als in den nahen Städten. Oder besser gesagt: Hier lässt man die Uhr besser zu Hause und nimmt sich Zeit – für sich selbst und die vielen kleinen Besonderheiten am Wegesrand.

Seelentium entdeckt man am besten per Rad oder zu Fuß. Abseits der großen Verkehrswege führen gut beschilderte Radrouten und Wanderwege vorbei an bunten Blumenwiesen, durch kleine Dörfer, zu gemütlichen Mostschänken und schattigen Rastplätzen am Waldesrand oder am Seeufer. Überall gibt es Überraschendes zu finden, etwa die von den Gletschern der Eiszeit hierher verschobenen Felsbrocken des Tauernmassivs am teilweise barrierefreien Eggelsberger Gletscherrandweg, die in Mitteleuropa einzigartige Doppelkirche im kleinen Dorf Haigermoos oder das Heilbründl tief drinnen im Weilhartsforst, wo der Sage nach einst der grausame Raubritter Maier Helmbrecht seine Wunden kühlte.

Die Moorwächterin erzählt

Seit über 10.000 Jahren existiert das Ibmer Moor als Relikt der letzten Eiszeit. Die Angst vor dem tückischen Sumpf und vor den Moorgeistern hat dieses Naturjuwel über die Jahrtausende vor der Zerstörung bewahrt. Eine, die sich dennoch sogar in der Dämmerung ins Moor wagt, ist die „Moorwächterin“ Maria Wimmer. Die ausgebildete Naturvermittlerin zeigt ihren Gästen nicht nur fleischfressende Pflanzen und zahlreiche Orchideenarten, sie kennt auch alle Geschichten rund um Irrlichter und Moorleichen. Angesichts der knorrigen Äste, die bei den abendlichen Naturschauspiel-Wanderungen im Schein der flackernden Laternen wie hilfesuchende Hände aus dem Moor ragen, ist Gänsehaut ebenso garantiert wie der große Respekt vor dem Wunder der Natur.

Zu den landschaftlich schönsten Platzerln zählt die Jausenstation Seeleiten hoch über dem Ibmer Moor. Bei selbst gebackenem Brot, einer zünftigen Moorjause und einem guten Glas Schnaitl-Bier aus der nahe gelegenen „Hausbrauerei“ des Oberinnviertels genießt man hier einzigartige Sonnenuntergänge. Wenn der goldene Sonnenball hinter dem Moor versinkt, der Seeleitensee das letzte Licht silbern reflektiert und sich langsam die nächtliche Ruhe über das Land legt, dann liegt ein Hauch einer stillen Nacht, ja beinahe einer heiligen Nacht in der Luft.

Unterwegs auf dem Marien-Wanderweg

Will man sich dem Heimatort Franz Xaver Grubers gemächlich nähern, bietet sich der Marien-Wanderweg an. Wählt man Eggelsberg als Startpunkt, zahlt sich auf jeden Fall ein Besuch in der Pfarrkirche mit dem mächtigen 72 Meter hohen Turm aus, der dem Gotteshaus den Beinamen „Dom des Innviertels“ eingebracht hat. Vorbei am Steinerwirt, der für seine „InnWirtler“-Küche bekannt ist, führt der Weg durch die Gemeinde Gilgenberg mit dem sehenswerten Beinhaus aus dem Jahr 1410 direkt zum Franz-Xaver-Gruber-Friedensweg nach Hochburg-Ach. Einen Besuch des Franz-Xaver-Gruber-Gedächtnishauses verbindet man am besten mit einer Einkehr im Hochburger Stiftsgasthof, einst eine wichtige Pferdewechselstation auf dem Handelsweg nach Bayern.

Der weitere Weg von hier nach Burghausen dürfte so ziemlich derselbe sein, auf dem sich 1805 Franz Xaver Gruber auf den Weg zu seinem Lehrer, dem Burghauser Stadtpfarrorganisten Georg Hartdobler, gemacht hat. Und bestimmt war der junge Franz schon damals beeindruckt von der tollen Aussicht vom österreichischen Salzachufer auf die gewaltige Burganlage von Burghausen. Damals wütete Napoleon in Europa, die Salzach war eine heikle Grenze. Heute ist sie ein Fluss der Gemeinsamkeit, der die Länder verbindet – so wie das Lied „Stille Nacht! Heilige Nacht!“, das Vermächtnis des Innviertler Komponisten Franz Xaver Gruber.

Die Wohlfühlregion Seelentium

… liegt im Dreiländereck Salzburg-Oberösterreich-Bayern und umfasst mit Hochburg-Ach, Arnsdorf und Burghausen (Bayern) gleich drei wichtige Stille-Nacht-Orte.

 

 

Kontakt

Tourismusverband Seelentium
Gundertshausen 9
5142 Eggelsberg
Tel.: +43 699 / 3946369
www.seelentium.at

Verwandte Artikel

Kulinarik rund um Stille Nacht

Erlebnisse für Genießer

Mehr lesen

Gedächtnishaus Franz-Xaver-Gruber, verschneiter Platz, Skulpturen, Abenddämmerung

Protagonisten

Mohr, Gruber & Co

Mehr lesen

Schnee, Dämmerung, Anglöckler, Laterne

Stille-Nacht-Orte

Eng mit dem Lied verbunden

Mehr lesen

Diese Website verwendet Cookies - nähere Informationen dazu und zu Ihren Rechten als Benutzer finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Klicken Sie auf "OK", um Cookies zu akzeptieren und direkt unsere Webseite besuchen zu können. Die Zustimmung können Sie jederzeit auf der Seite unserer Datenschutzerklärung widerrufen.

Datenschutzerklärung